... und im Hebräischen besteht dieses Wort ausschließlich aus Konsonanten (wie B, P, K, L, R). 22 Konsonanten gibt es und 5 davon haben zusätzlich eine eigene Form, wenn sie am Ende eines Wortes stehen. Man könnte also sagen, es gibt 27 verschiedene Konsonanten-Zeichen. Nebenbei bemerkt: Hebräisch liest und schreibt man von rechts nach links. Aber das weißt Du ja schon. Weiter mit den Buchstaben.
Natürlich gibt es Vokale (A, E, I, O, U), aber sie sind im Alltag unsichtbar. Man kann sie mit kleinen Punkten und Strichen (Nikud) um die Konsonanten herum platzieren, aber im echten Leben lässt man sie einfach weg. Stell dir das Wort "Buchstabe" vor, bei dem wir alle Vokale löschen – übrig bleibt: BCHSTB. Im vokalisierten Hebräisch würden wir nun die Vokalzeichen unter die Konsonanten setzen, das Ganze spiegeln und von rechts lesen: B(u)CHST(a)B(e).
Wer Hebräisch auf WhatsApp, in der Zeitung oder auf Straßenschildern lesen will, merkt schnell: Die Punkte fehlen. Überall! Wir lernen deshalb von Anfang an, ohne diese "Stützräder" zu fahren. Würdest du dich erst an sie gewöhnen, fiele es dir später extrem schwer, ohne sie zu lesen. Dein Gehirn füllt die Lücken im Skelett viel schneller, als du denkst!
Damit man aber nicht völlig im Dunkeln tappt, gibt es einen genialen Trick: Die AHOI-Crew! Manche Konsonanten nehmen einen „Zweitjob“ an und flüstern dir zu, welcher Vokal dort schwingt.
So sieht ein Satz mit Vokalzeichen (Stützrädern) aus:
אֲנִי מֻרְשֶׁה לְהִכָּנֵס
(Ani murshe lehikanes – Ich darf eintreten)
Und nun das Ganze ohne Vokalzeichen (aber dafür mit 2 cleveren Helfern der AHOI-Crew).
אני מורשה להיכנס